Mission erfüllt: Hilfskonvoi bringt Löschfahrzeuge in die Ukraine
Am Donnerstag, 9. Juli 2026, startete in Kyburg ein Hilfskonvoi mit acht Fahrzeugen und rund 20 Tonnen Ausrüstung für die Feuerwehren der Ukraine. An Bord: Schutzkleidung, Stiefel, Helme, Generatoren, Wasserschläuche, Feuerlöscher und weiteres Material, das dort dringend gebraucht wird. 
In drei Etappen führte die Route über Deutschland, Österreich und Ungarn. Nach vier Stunden Kontrolle am ungarischen Zoll erreichte der Konvoi am Sonntagabend Mukatschewo. Empfangen wurden wir vom ukrainischen Zoll – mit einem einfachen, aber bewegenden „Danke”.
Besuch in der Klinik „Superhumans”
Von Mukatschewo ging es weiter nach Lwiw, wo wir die Klinik „Superhumans” besuchen konnten. Hier werden Soldaten behandelt, die im Krieg Gliedmaßen verloren haben. Einer von ihnen erzählte uns seine Geschichte: Er verlor beide Beine, beide Unterarme, ein Auge und sein Gehör. Wie er dabei erzählte – mit einer Ruhe und inneren Stärke, die man kaum in Worte fassen kann – war eines der eindrücklichsten Erlebnisse dieser Reise.
Diese Widerstandsfähigkeit, die man auch in der ukrainischen Gesellschaft insgesamt spürt, bleibt als eines der prägendsten Bilder dieser Fahrt.
Empfang in Luzk
Am Dienstag erreichte der Konvoi Luzk, wo die lokale Feuerwehr uns herzlich empfing und mit einem großartigen Abendessen verwöhnte. Insgesamt legten wir über 1’600 Kilometer zurück.
Rückreise über Warschau
Für mich ging die Reise anschließend mit dem Bus weiter nach Warschau – sieben Stunden Fahrzeit, dazu erneut dreieinhalb Stunden Wartezeit am ungarischen Zoll. Auch das gehört zu solchen Einsätzen: Bürokratie, die sich nicht beschleunigen lässt, während andernorts jede Stunde zählt.
In Warschau nutzte ich die Gelegenheit, die wiederaufgebaute Altstadt zu besichtigen und am folgenden Tag das Museum des Warschauer Aufstands zu besuchen. Es ist erschütternd festzustellen, dass sich knapp 80 Jahre später Kriegsverbrechen in Europa wiederholen – etwas, das man sich noch vor Kurzem kaum vorstellen konnte.
Slava Ukraine.
